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Investmentampeln

Unsere taktische und strategische Sicht

Allgemeiner Marktüberblick

Ein furioser Jahresauftakt. Darin zumindest werden sich alle Anleger einig sein. Ansonsten wird ihre Bewertung des Monats Januar stark divergieren. Denn für einige Aktionäre dürfte der erste Monat bereits so viel abgeworfen haben, wie sie sich für das gesamte Jahr wünschen würden. Die meisten Anleihebesitzer jedoch hätten auf solch einen Auftakt lieber verzichtet. Unter den Rohstoffanlegern wiederum gab es sowohl Gewinner wie auch Verlierer.

Die dominierenden Themen zum Jahresanfang waren die Dollarschwäche, der Anstieg des Ölpreises und vor allem der rasante Anstieg der Staatsanleiherenditen. So erhöhte sich die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen binnen sechs Wochen von 0,3 auf 0,7 Prozent, während die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sich allein im Januar von 2,40 auf 2,71 Prozent erhöhte. Ob, oder ab welcher Rendite die US-Papiere damit wichtige längerfristige technische Widerstände durchbrechen werden, sollen die Charttechniker unter sich ausmachen. Doch auch so zeigten die nervösen Reaktionen, dass von einem überraschend schnellen Anstieg der Renditen wohl das größte Gefahrenpotenzial für die Märkte ausgeht. Jedenfalls dürfte der Monatsendspurt der Staatsanleiherenditen wohl mitverantwortlich dafür gewesen sein, dass die Aktienmärkte von ihrer beeindruckenden Rallye seit Jahresanfang wieder einiges abgeben mussten. Doch auch so reichte es, mit einem Plus von 5,7 Prozent sowohl für den S&P 500 als auch den MSCI AC World, für den besten Jahresauftakt seit über 30 Jahren. Vor allem zyklischere Sektoren und Regionen wurden gekauft – Brasiliens Bovespa verteuerte sich im Januar in Dollar gerechnet um über 15 Prozent.

Unter den Sektoren gehörten erneut Finanz- und Technologiewerte zu den Gewinnern.

Gestützt wurden die Aktienmärkte von positiven Gewinnrevisionen, welche in den USA vor allem den steigenden Zinsen, dem höheren Ölpreis und der Berücksichtigung der positiven Effekte aus der Steuerreform geschuldet waren. Einmal mehr jedoch schrumpft der Vorsprung der US-Börsen gegenüber der Eurozone und Japan, wenn man die Indizes währungsbereinigt vergleicht.

Ausblick und Änderungen

Bei unseren taktischen Aktienpositionierungen haben wir nur eine Änderung vorgenommen: Lateinamerika nehmen wir aufgrund des sich verbessernden Umfelds vor allem in Brasilien auf Neutral hoch. Damit bleibt unsere Ausrichtung sowohl nach Sektoren als auch nach Regionen zyklisch. Beim Technologiesektor taten wir uns aufgrund der starken Kurszuwächse der letzten Monate dabei nicht leicht, jedoch überwog hier weiter unsere positive strukturelle Einschätzung. Ein weiterer Diskussionspunkt war das Erreichen einiger unserer 12-Monatskursziele nach diesem starken Jahresauftakt. Vor allem der S&P 500 fiel hier ins Auge, der unser Ziel um fast drei Prozent überschritten hatte. Dies ist auch auf den schwächeren Dollar und den höheren Ölpreis zurückzuführen.

Strategisch setzen wir weiter auf Aktien. Aus taktischer Sicht ließen der starke Jahresauftakt und die sehr optimistischen Stimmungsindikatoren unsere Sorgen über kurzfristige Korrekturen, wie sie zum Monatswechsel auch eintraten, zwar steigen. Andererseits stimmen uns die Aussagen der Unternehmen sehr zuversichtlich. Insbesondere deutsche Unternehmen gehen sehr optimistisch ins neue Jahr und berichten sowohl von steigenden Umsätzen wie auch besseren Margen. Für deutsche und europäische Aktien sind wir daher, insbesondere nach der Korrektur, auch taktisch weiter positiv.

Bei Anleihen haben wir nach den starken Renditeanstiegen der vergangenen Tage sowohl amerikanische wie auch britische Staatsanleihen auf Neutral reduziert. Bei Bundesanleihen belassen wir 10-Jährige auf Negativ und reduzieren 2- und 30-Jährige ebenfalls auf Negativ. Am kurzen Ende erwarten wir weiteren Renditeaufwärtsdruck, da die lockere Geldpolitik der EZB angesichts der soliden wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone zunehmend kritisch diskutiert werden dürfte. Bei Unternehmensanleihen haben sich die Spreads zwar weiter eingeengt, doch rechnen wir aufgrund des guten wirtschaftlichen Umfelds und in Europa auch aufgrund der weiteren Käufe seitens der EZB mit ungebrochener Nachfrage im Investment-Grade-Segment. Bei Hochzinsanleihen bleiben wir aufgrund der niedrigen Ausfallraten trotz der hohen Bewertung bei US-Papieren positiv. Euro-Hochzinsanleihen haben wir jedoch aufgrund der starken Spreadeinengung auf Neutral reduziert. Beim Dollar erwarten wir nicht, dass sich die Schwächedynamik so fortsetzen wird und rechnen mit einer Konsolidierung.

Aktien*

  1 bis 3 Monate bis Dezember 2018

Regionen

USA

Europa

Eurozone

Deutschland

Schweiz

Vereinigtes Königreich (UK)

Schwellenländer

Asien ex Japan

Japan

Lateinamerika

Sektoren

Basiskonsumgüter

Gesundheit

Telekommunikation

Versorger

Zyklische Konsumgüter

Energie

Finanzwerte

Industrie

Informationstechnologie

Grundstoffe

Immobilien

Anlagestil

Nebenwerte

Anleihen*

  1 bis 3 Monate bis Dezember 2018

Staatsanleihen

US-Staatsanleihen (2 Jahre)

US-Staatsanleihen (10 Jahre)

US-Staatsanleihen (30 Jahre)

UK-Staatsanleihen (10 Jahre)

Italien (10 Jahre)1

Spanien (10 Jahre)1

Deutsche Bundesanleihen (2 Jahre)

Deutsche Bundesanleihen (10 Jahre)

Deutsche Bundesanleihen (30 Jahre)

Japanische Staatsanleihen (2 Jahre)

Japanische Staatsanleihen (10 Jahre)

Unternehmensanleihen

US-Investment-Grade-Anleihen

US-Hochzinsanleihen

EUR-Investment-Grade-Anleihen1

EUR-Hochzinsanleihen1

Asien-Unternehmensanleihen

Schwellenländer-Unternehmensanleihen

Besicherte und spezielle Bonds

Covered bonds1

US-Kommunalanleihen

US-Mortgage-Backed-Securities

Währungen

EUR vs. USD

USD vs. JPY

EUR vs. GBP

GBP vs. USD

USD vs. CNY

Schwellenländer

Schwellenländer-Staatsanleihen

Alternative Anlagen*

  1 bis 3 Monate bis Dezember 2018

Infrastruktur

Rohstoffe

Immobilien (gelistet)

Immobilien (nicht gelistet) APAC

Immobilien (nicht gelistet) Europa

Immobilien (nicht gelistet) USA

Hedgefonds

Private Equity2

Erklärungen zu unserer taktischen und strategischen Sicht

Taktische Sicht:

  • Hier steht bei Anleihen die Kursentwicklung und nicht die Rendite im Vordergrund.

Strategische Sicht:

  • Bei Staatsanleihen steht hier die Rendite und nicht die Kursentwicklung im Vordergrund.

  • Die Pfeile beziehen sich bei Unternehmensanleihen und besicherten und speziellen Bonds (inklusive Pfandbriefen) auf den jeweiligen optionsadjustierten Spread.

  • Bei nicht in Euro denominierten Anleihen handelt es sich um den Zinsaufschlag (Spread) zu US-Treasuries. Bei in Euro denominierten Anleihen handelt es sich um den Spread zu Bundesanleihen.

  • Bei Schwellenländer-Staatsanleihen handelt es sich um den Spread zu US-Treasuries.

  • Die Entwicklung des Spread sowie die Zinsentwicklung beeinflussen den Anleihewert. Investoren, die rein von der Entwicklung des Spread profitieren wollen, sollten sich gegen das Zinsänderungsrisiko absichern.

Legende

Die taktische Sicht (1 bis 3 Monate)

  • Positiver Ausblick

  • Neutraler Ausblick

  • Negativer Ausblick

Die strategische Sicht bis Dezember 2018

Aktienindizes, Wechselkurse und alternative Anlagen:

Der Steigungswinkel signalisiert, ob wir bei einem Aktienindex oder einem Wechselkurs eine Aufwärtsentwicklung, eine Seitwärtsentwicklung oder eine Abwärtsentwicklung erwarten.

Die Farbe der Pfeile signalisiert das Ertragspotenzial für Long-Only-Investoren.

  • Positives Ertragspotenzial

  • Die Gewinnchancen, aber auch das Verlustrisiko sind eher begrenzt

  • Negatives Ertragspotenzial

Anleihen:

Bei Staatsanleihen signalisiert der Pfeil die Erwartung eines Aufwärtstrends, Seitwärtstrends, Abwärtstrends. Bei Unternehmensanleihen, besicherten und speziellen Bonds sowie Schwellenländer-Anleihen beziehen sich die Pfeile auf einen optionsadjustierten Spread zu US-Staatsanleihen: steigender Spread, Seitwärtsbewegung, fallender Spread.

Die Farbe der Pfeile signalisiert die Kurschancen für Long-Only-Investoren

  • Positives Ertragspotenzial

  • Die Gewinnchancen, aber auch das Verlustrisiko sind eher begrenzt

  • Negatives Ertragspotenzial

Fußnoten:

* Stand: 02.02.2018

1 Spread bezogen auf deutsche Bundesanleihen in Basispunkten

2 Diese Investment-Ampel-Indikatoren sind nur für existierende Private-Equity-Portfolios relevant

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