This website uses cookies in order to improve user experience. If you close this box or continue browsing, we will assume that you are happy with this. For more information about the cookies we use or to find out how you can disable cookies, see our Cookies Notice.

Chart of the Week

Historisch gesehen war die jüngste Kurskorrektur keineswegs ungewöhnlich

Vor einigen Jahren war an den Finanzmärkten viel von einer "neuen Normalität" die Rede. Unter dem englischen Begriff vom "New Normal" beschrieb man damals eine neue Sicht von Börsen und Wirtschaft. Nach der großen Finanzkrise von 2008 und der darauf folgenden weltweiten Rezession werde der Aufschwung nur langsam in die Gänge kommen. Die Entschuldung von Unternehmen und Haushalten werde dauern, und auch für den Arbeitsmarkt solle man sich nicht zu große Hoffnungen machen. Die Notenbanken würden auf unkonventionelle Maßnahmen zurückgreifen, die einem früher kaum denkbar vorgekommen wären. Und wenn alles klappen sollte, dann würden dank geldpolitischer Notmaßnahmen wie Quantitative Easing die Preise für Vermögensgüter steigen, ebenso wie die Risikofreudigkeit der Anleger. Gleichzeitig würde die Volatilität an den Finanzmärkten gedrückt. Laut Google Trends, das die Häufigkeit misst, mit der bestimmte Stichworte im Internet gesucht werden, erreichte das Interesse am Begriff "New Normal" im September 2012 seinen Höhepunkt.

In den folgenden Jahren gewöhnten sich die Anleger dann zunehmend an recht stetig steigende Preise für Vermögensgüter und niedrige Volatilität. Es kam ihnen einfach normal vor. Abgesehen von gelegentlichen Ausreißern nach unten schien es an den Aktienmärkten praktisch nur eine Richtung zu geben. Kein Wunder also, dass die Marktkorrektur, die am 2. Februar begann, für so viel Nervosität sorgte. Dabei war der Kursrückgang von 7,8 Prozent im S&P 500 im historischen Vergleich betrachtet keineswegs ungewöhnlich. Für unseren "Chart of the Week" haben wir uns den maximalen Kursrückschlag innerhalb eines Kalenderjahres näher angesehen. Mit dem maximalen Kursrückschlag misst man jenen Verlust, der sich ergäbe, wenn man den Markt am Höchststand kaufen und zum nächsten Tiefpunkt wieder verkaufen würde. Für diesen Chart haben wir Kursbewegungen von 1 Prozent als Hürde genommen, um zu messen, wann der "nächste Tiefpunkt" erreicht ist, bevor der Markt wieder dreht. Anschließend haben wir für jedes Kalenderjahr den maximalen Kursrückschlag errechnet. Wie unser Chart zeigt, entspricht der größte Rückschlag, der 2018 nach dieser Definition erzielt wurde, genau dem historischen Durchschnitt. Ungewöhnlich war dagegen der sehr geringe maximale Kursrückschlag im Jahr 2017. Auch in den Jahren unmittelbar davor ging es vergleichsweise ruhig zu. Weitere Details zu unseren Überlegungen zur Marktkorrektur finden Sie in unserem CIO Flash mit dem Titel "Ein Stück mehr Normalität". Und warum wir vor diesem Hintergrund in Bezug auf deutsche Aktien sogar noch optimistischer sind erklären wir Ihnen in unserer Asset Class Perspective "Deutsche Aktien – was sonst?".

Quellen: Bloomberg Finance L.P., Deutsche Asset Management Investment GmbH; Stand: 08.02.2018

* Maximaler Kursrückschlag 2018 Stand 08.02.2018

Verwandte Einträge

19.07.2018 New CIO View QuarterlyFokus

Nachhaltige Finanzierung

Nachhaltige Investitionen weiter im Fokus

19.07.2018 New CIO View QuarterlyMakro-Ausblick

Es wird holprig

Der Ausblick für die Weltwirtschaft bleibt solide. Aber die Abwärtsrisiken nehmen zu.

19.07.2018 New CIO Spezial

Dollar – Pros und Kontras

Der Dollar hat unser Kursziel erreicht. Jetzt spricht ebenso viel für wie gegen ihn.

19.07.2018 New CIO View QuarterlyMulti Asset

Der lange Spätzyklus

Die Wirtschaft läuft besser als die Politik. Wir bleiben zyklisch investiert.

19.07.2018 New AktienCIO View Quarterly

Verhalten optimistisch

Wir setzen vorerst stärker auf Sektor- denn auf Länderauswahl.

19.07.2018 New CIO View QuarterlyLetter to Investors

Unterschiedliche Welten

Die Wirtschaft brummt. Doch wir werden vorsichtiger. Die Politik ist ein Grund.

19.07.2018 New CIO View QuarterlyPrognosen

Unsere Prognosen

Alle Prognosen auf einen Blick

13.07.2018 Chart of the Week

Chart of the Week

Chinas Geldmengenwachstum dürfte bald wieder anziehen

03.07.2018 Investment-Ampeln

Investmentampeln

Unsere taktische und strategische Sicht

29.06.2018 Chart of the Week

Chart of the Week

Wie stark belasten schwache Währungen die Schwellenländer?

22.06.2018 Chart of the Week

Chart of the Week

Wer anderen eine Grube gräbt...

21.06.2018 Makro-Ausblick

Ten Years After

Die langen Tentakel der Finanzkrise

15.06.2018 Chart of the Week

Chart of the Week

Auch nach sieben Zinsschritten bleibt der reale Leitzins negativ

08.06.2018 Chart of the Week

Chart of the Week

Italien ist spitze, in mancher Hinsicht

04.06.2018 Investment-Ampeln

Investmentampeln

Unsere taktische und strategische Sicht

01.06.2018 Chart of the Week

Chart of the Week

Trotz neuer Skepsis: Die Leistungsbilanzen der Schwellenländer verbessern sich

29.05.2018 CIO Flash

Eurokrise und Dollarstärke

Italienkrise stützt unsere Dollar-Prognose, aber dürfte die Märkte weiter belasten.

25.05.2018 Chart of the Week

Chart of the Week

Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten – in der Peripherie

Feedback

Wir freuen uns über Ihr Feedback zu diesem Artikel oder zur aktuellen Seite.