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Die Abflachung der US-Renditekurve ist kein Zeichen für eine baldige Rezession

Zumindest seit 1970 hat sich jede Rezession in den USA durch eine inverse Renditekurve angekündigt. Allerdings gab es auch Phasen, in denen die Renditekurve invertierte, ohne dass darauf gleich eine Rezession folgte. Inverse Renditekurven sind ein relativ seltenes Phänomen. Sie treten auf, wenn kurzfristige Zinsen über das Niveau von langfristigen Renditen steigen, oder langfristige Renditen unter kurzfristige Zinsen fallen. Normalerweise würden Anleger eine höhere Rendite verlangen, wenn sie ihr Geld längerfristig binden: Langlaufende Wertpapiere sind stärkeren Kursschwankungen ausgesetzt, und dieses höhere Risiko sollte dementsprechend durch eine höhere Rendite kompensiert werden. Dabei würde die Erwartung über zukünftiges Wachstum, Inflation und den Pfad der Leitzinsen die Höhe des Aufschlages bestimmen. Die Steilheit der Renditekurve ist dementsprechend ein brauchbarer und daher viel beachteter Indikator.

Wir erwarten eine weitere Abflachung der US-Renditekurve. Pessimisten mögen daraus die Erwartung einer Rezession ableiten. Wir würden jedoch darauf verweisen, dass im Durchschnitt 14 Monate zwischen dem Invertieren der Renditekurve (10-jährige US-Staatsanleihen minus Fed Leitzins) und dem Beginn der Rezession gelegen haben. Extrapoliert man die jüngste Abflachung der US-Renditekurve, dann würde das für eine Rezession in den frühen 2020er Jahren sprechen. Allerdings könnte die Prognosekraft der Renditekurve in den letzten Jahren gelitten haben: Die Ankaufprogramme der Zentralbanken haben die Renditen verzerrt, was auch die daraus abgeleiteten Renditekurven tangiert. Wir erwarten jedenfalls keine US-Rezession für die nächsten zwei Jahre.

Quellen: Bloomberg Finance L.P., Deutsche Asset Management Investment GmbH; Stand: 07.12.2017

* 10-jährige US-Staatsanleiherendite minus US-Leitzins

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