Firmenanleihen, was sonst?

Wir sehen Unternehmensanleihen weiterhin positiv und punktuell Chancen bei Schwellenländer-Anleihen.

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    Firmenanleihen, was sonst?

    Wir sehen Unternehmensanleihen weiterhin positiv und punktuell Chancen bei Schwellenländer-Anleihen.

    Viel ist in den letzten zwölf Monaten geschehen. Insgesamt haben wir die Wachstumsdynamik der US-Wirtschaft seit Jahresbeginn unterschätzt. Zumindest zeitweilig zeigten Steuerkürzungen und Ausgabenerhöhungen stärkere Auswirkungen als erwartet. Die Fed drehte nach dem Führungswechsel rascher als gedacht an der Zinsschraube. Dagegen wuchs die europäische Wirtschaft langsamer als erwartet. Zu spät haben wir die Marktkonsequenzen der sich ändernden politischen Landschaft in Italien sowie Tempo und Ausmaß der Spread ausweitung bei Schwellenländer -Anleihen erkannt. Positiv war unsere (gegen den Konsens gestellte) richtige Wechselkursprognose von 1,15 Dollar zum Euro.

    Kurz vor Herbstbeginn bleibt unsere Einschätzung weitgehend intakt. Wir favorisieren unverändert das kurze bis mittlere Ende der US-Treasury-Kurve. Die Rendite 2-jähriger US-Treasuries dürfte bei – risikobereinigt recht interessanten – 2,8 Prozent liegen, zumal wir mit einer Seitwärtsbewegung des Dollars rechnen. Unternehmensanleihen sehen wir weiterhin positiv. Schwellenländer-Anleihen bieten punktuell Chancen.

    Allem voran erscheint uns die wirtschaftliche Dynamik in den Vereinigten Staaten solide. Auch die Fed sieht offenbar keine Anzeichen einer Rezession . Zusätzlich zur jüngsten Zinserhöhung im September dürften September 2019 drei weitere Zinsschritte erfolgen. Das Ende dieses Straffungszyklus könnte mit einer weiteren Zinserhöhung im Spätjahr 2019 erreicht sein. Die Federal Funds Rate würde somit bis auf 2,75 bis 3,25 Prozent klettern und könnte durchaus mit einer noch flacheren Zinsstrukturkurve zusammenfallen. Vorerst belassen wir unsere strategische Prognose für 10- und 30-jährige Treasuries unverändert bei 3,25 bzw. 3,45 Prozent – die Erträge für länger laufende Treasuries wären also zu niedrig, um deren Duration srisiko zu kompensieren.

    In Europa meiden wir aktuell Staatsanleihen der Kernstaaten. Italien könnte einige taktische Handelsmöglichkeiten bieten, allerdings aufgrund seiner unsicheren Politik und Ratingaussichten mit hohem binären Risiko. Eine Herabstufung auf „Ramsch“-Niveau sollte allerdings vermeidbar sein. Auf kurze Sicht wird die Spreadentwicklung von den laufenden Haushaltsverhandlungen abhängen. Ohne weitere Eskalation in der EU-Peripherie dürfte die EZB ihren Zinserhöhungszyklus relativ langsam beginnen und die Erlöse aus verschiedenen Kaufprogrammen weiterhin reinvestieren.

    Das dürfte günstige Rahmenbedingungen für Unternehmensanleihen bieten. Die europäischen Anleihemärkte haben nach unserer Einschätzung auf die Welle schlechter Nachrichten der letzten Monate überreagiert. Künftig dürften die Spreads zu Investmentgrade-Anleihen sowie Euro-Hochzinsanleihen enger werden. Trotz einer gewissen Ausweitung bei US-Hochzinsanleihen sehen wir absolut betrachtet positive Erträge. Im Gegensatz zu vielen anderen riskanteren US-Unternehmensanleihen konnten sich US-Hochzinsanleihen in den letzten Monaten gut behaupten. Sowohl in Europa als auch in den USA bleiben die Kreditfundamentaldaten solide, die Ausfallquoten extrem niedrig.

    Durch jüngste Verkaufswellen sind in den Schwellenländern punktuell Chancen entstanden. Bei einem Spredniveau von 350 Basispunkten von EM -Hartwährungs-Staatsanleihen sehen wir, zum Beispiel in Russland, ein strategisch interessantes Einstiegsniveau. Von steigenden Ölpreisen werden einige Schwellenländer profitieren, andere belastet. Natürlich behalten wir die Risiken, wie die anstehenden Präsidentschaftswahlen in Brasilien, im Auge. Populistische Erfolge in Schwellen- und Industrieländern sowie die Einführung von Zöllen und Handelsstreitigkeiten dürften die Stimmung weiter trüben. Eine wirtschaftlich kurzsichtige US-Handelspolitik könnte weiter destabilisieren und auch in anderen Ländern zögerliche oder verfehlte politische Reaktionen auslösen. Die Beziehungen der US-Regierung zur neuen links-nationalistischen Regierung Mexikos könnten schwieriger werden. Sehr vieles ist bereits im aktuellen Spreadniveau der EM-Anleihen eingepreist. Da die Märkte volatil bleiben dürften, ist das gründliche Verständnis länderspezifischer Faktoren unerlässlich, um EM-Chancen – auch zeitlich – richtig auszuloten. Nicht zu vergessen ist aber, dass sich EM-Anleihen in den letzten 25 Jahren im Vergleich zu anderen Risikoanlagen sehr gut entwickelt haben.

    Langfristrendite von Schwellenländer-Anleihen

    Trotz der jüngsten Rückschläge haben sich EM-Staatsanleihen in den letzten 25 Jahren besser entwickelt als US-Aktien und US-Hochzinsanleihen.

    Quellen: Bloomberg Finance L.P., DWS Investment GmbH; Stand: 03.09.2018

    * Staatsanleihen der Hochzinskategorie, J.P. Morgan EMBI Global Diversified High Yield Index

    ** S&P 500

    *** ICE BofA Merrill Lynch US High Yield Index

    Robuste Fundamentaldaten

    Ausfallraten bei Hochzinsanleihen bleiben auf beiden Seiten des Atlantiks im historischen Vergleich sehr niedrig.

    Quellen: Bloomberg Finance L.P., DWS Investment GmbH; Stand: 03.09.2018

    * Ausfallrate basiert auf den 12 Monaten vor dem Zeitpunkt des Zahlungsverzugs des Emittenten

    ** In den USA ansässige Unternehmen aus dem ICE BofA Merrill Lynch Global High Yield Index

    *** In Europa ansässige Unternehmen aus dem ICE BofA Merrill Lynch Global High Yield Index

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    Währungen

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    Alles im Lot

    Bei den Kursen der wichtigen Währungspaare sehen wir derzeit wenig Anpassungsbedarf. Das könnte sich schon bald ändern.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Großteil der Währungspaare in zwölf Monaten in etwa bei den heutigen Wechselkursen notiert, ist natürlich sehr gering. Warum entspricht dann dieses Szenario unseren Währungsprognosen? Warum erwarten wir für die Wechselkurse der wichtigsten Wirtschaftsräume nur Schwankungen von plus/minus 4 Prozent und lassen das Pendel lediglich für die Schwellenländer währungen um mehr als 10 Prozent ausschlagen?

    Nun, wenn man solche Prognosen macht, kann das zwei Gründe haben. Entweder glaubt man, dass sich gegenwärtig alle bekannten Einflussfaktoren hinreichend im Kurs widerspiegeln, was unseres Erachtens beim Währungspaar Euro/US-Dollar der Fall ist. Oder aber man hat Gewissheit über eine folgenschwere Ungewissheit. Das heißt, man antizipiert Entscheidungen im Planungshorizont, die zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen, bei wiederum hoher Signifikanz für die Kapitalmärkte, führen können. Dazu zählen der Brexit , die Budgetpläne der italienischen Regierung, die US-Zwischenwahlen sowie die Frage, wie weit Trump den Handelsstreit noch eskalieren lassen möchte. Aber auch Chinas Bereitschaft, die eigene Währung zu steuern, fällt darunter. Im Falle des Renminbi gehen wir jedoch davon aus, dass er sich auch ohne Intervention weiter abschwächen wird und 7,00 Yuan je Dollar kein Hindernis darstellt.

    Beim überwiegenden Rest der Währungspaare bleiben wir neutral aufgestellt und werden uns im kommenden Quartal im Rahmen der Ganzjahresprognose für 2019 wieder deutlicher positionieren – sofern es dafür gute Gründe gibt.

    Transatlantischer Zinsabstand? Ist bekannt.

    Dass die USA höhere Nominalzinsen als Deutschland zahlen, dürfte sich rumgesprochen haben. Wechselkurse lassen sich kurzfristig damit nicht vorhersagen.

    Quelle: Thomson Reuters Datastream; Stand: 25.09.2018

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