Es gibt noch Chancen

Trotz moderater Zinserhöhungen sollten Anleihen noch nicht abgeschrieben werden.

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    Anleihen

    Es gibt noch Chancen

    Trotz moderater Zinserhöhungen sollten Anleihen noch nicht abgeschrieben werden.

    Tauziehen zwischen Furcht und Fundamentaldaten: Während US-Präsident Trump die Märkte in Atem hält, erscheint uns – und wichtiger noch der Fed – die US-Wirtschaft robust. Bis Dezember 2019 rechnen wir mit zwei weiteren Zinsschritten um jeweils 25 Basispunkte, sodass der 2-Jahres-Zins allmählich auf 2,75 Prozent steigen dürfte. Somit werden 2-jährige US-Treasuries auf risikobereinigter Basis recht interessant. Dagegen könnten bei längerfristigen Treasuries gelegentlich Renditespitzen auftreten. Insgesamt dürfte sich die Rendite 10-jähriger US-Treasuries allmählich bis auf 3 Prozent hochschrauben. Anders als einige Analysten rechnen wir 2019 weder mit einem Ausverkauf lang laufender Treasuries noch einer vollständigen Inversion der Zinsstrukturkurve. Auch bei liquiden in Dollar denominierten MBS (mit Hypotheken unterlegten Wertpapieren) bleiben wir optimistisch, da sich die Fed dem Ende ihres Bilanzabbaus nähert. Problematisch könnte vorerst die Angebotslage bei MBS sein. CLOs (Verbriefungen, die durch besicherte Kredite gedeckt sind) und kürzere US-Kommunalobligationen erscheinen ebenfalls interessant.

    Für die meisten Staatsanleihen der Eurozone dürfte die Gesamtrendite negativ bleiben, wegen der unverändert ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) . Beim Einlagenzins sehen wir 2019 lediglich 15 Basispunkte mehr, den Refisatz und auch die Rendite 2-jähriger Bundesanleihen unverändert. Aus strategischer Sicht sind wir gegenüber Italien vorsichtig geworden. Politische Unsicherheit und die Sorge um italienische Banken belasten die Zinsabstände. Allerdings dürfte die daraus resultierende Volatilität Gelegenheiten bei Staatsanleihen in der gesamten Eurozone schaffen. Japan dürfte in den nächsten zwölf Monaten den Leitzins nicht erhöhen. Die Rendite 2-jähriger Staatsanleihen sollte bei 0 Prozent oder leicht darunter bleiben. Die Bank of England (BoE) dürfte im Vereinigten Königreich ihre lockere Geldpolitik weiter zurückfahren. Unsicherheiten im Umfeld des Brexit könnten vor dem 29. März 2019, dem Termin des geplanten Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union, bei Gilts zu höherer Volatilität führen.

    Bei Unternehmensanleihen rechnen wir weiterhin in allen Regionen trotz eines schwierigeren Umfelds mit positiven Gesamtrenditen. Die Wiederentdeckung von Cash als interessante Anlageklasse in den USA könnte Unternehmensanleihen zusetzen. US-Investment-Grade- Spreads dürften nur noch etwas weiter werden. Höhere Fremdkapitalhebel bei verschiedenen Anleihen mit BBB-Rating, eine höhere Quote von Herab- zu Höherstufungen (derzeit 2:1) und hohe Währungsabsicherungskosten werden die Anlageklasse ebenfalls belasten. Aber es gibt nicht nur Negatives. Trotz erwarteter Verschlechterungen rechnen wir nicht mit dem Abdriften vieler Unternehmen mit BBB-Rating in den Hochzinsbereich. US-Hochzinsanleihen bieten Chancen. Nach der jüngsten Spreadausweitung erscheint diese Anlageklasse wieder interessant. Sie dürfte von niedrigen Ausfallquoten, auskömmlichen Renditen und stabilen Fundamentaldaten profitieren. Die Volatilität an den Aktienmärkten, Unsicherheit über den weiteren Kurs der Fed und Rezession sängste dürften den Erholungsspielraum begrenzen.

    Europäische Investmentgradeanleihen wurden 2018 durch das von der EZB angekündigten Ende der QE -Maßnahmen belastet. Das Ausmaß der jüngsten Marktbewegungen erscheint uns überzogen. Die Spreads dürften wieder enger werden. Im europäischen Hochzinsbereich, der durch niedrige Ausfallerwartungen und guten Relative Value unterstützt wird, sehen wir interessante Einstiegschancen. In Schwellenländern sehen wir selektiv Chancen, auch angesichts der negativen Marktreaktionen auf die Entwicklungen in Ländern wie Mexiko, der Türkei und Argentinien. Besonders gefallen uns kürzer laufende Anleihen. Bei den Staatsanleihen favorisieren wir Mittel- und Osteuropa (einschließlich Türkei und Russland) sowie Afrika, untergewichten aber Lateinamerika. Allgemein ziehen wir Schwellenländer-Staatsanleihen in Hartwährung gegenüber Anleihen in Landeswährung vor. Bei asiatischen Unternehmensanleihen dürften die Spreads in etwa auf dem aktuellen Niveau bleiben. China bietet punktuell Chancen. Neben den laufenden Handelsverhandlungen zwischen China und den Vereinigten Staaten bleiben ein starker Dollar und höhere Treasury-Renditen weitere Risikofaktoren.

    Die Entwicklung 10-jähriger Treasury-Renditen

    Da sich US-Treasury-Renditen parallel zur Wirtschaft bewegen, werden sie sich kaum ändern, solange die wirtschaftlichen Aussichten nicht klarer werden.

    Quellen: Bloomberg Finance L.P., DWS Investment GmbH; Stand: 01.11.2018

    US-Realzinsen aus historischer Sicht

    Die realen US-Zinsen bleiben sehr niedrig. Der Zins einer neutralen Geldpolitik erscheint ebenfalls niedriger – ein Zeichen für strukturelle Veränderungen.

    Quelle: Thomson Reuters Datastream; Stand: 06.12.2018

    *Kerninflationsrate: ggü. Vorjahr

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    Währungen

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    Ein relativ ruhiger Ort

    Nachdem viele Währungspaare das Jahr 2018 auf etwa jenem Niveau verlassen, wie sie es betreten haben, erwarten wir 2019 Ähnliches.

    Angesichts der breiten Marktturbulenzen ging es auf den Devisenmärkten im vierten Quartal einigermaßen beschaulich zu. Und das, obwohl man Währungen ja ein feines Näschen für politische Veränderungen, von denen es dieses Jahr reichlich gab, attestiert. Ohnehin waren die letzten zwei Jahre im historischen Vergleich wenig volatil .

    Zum Euro bewegt sich der Dollar sogar seit bald vier Jahren in einem Korridor von 1,05 bis 1,25, während er 2014 binnen eines Jahres von 1,40 auf 1,05 rutschte. Mit solchen Sprüngen rechnen wir vorerst nicht, sondern sehen den Dollar Ende 2019 bei 1,15 zum Euro. Dieser scheinbare Stillstand verbirgt allerdings die vielen Kräfte, die an dem Wechselkurs zerren, sich aber großteils gegenseitig neutralisieren. Um welche Kräfte es sich da handelt, ist bekannt: US-Zwillingsdefizit, die transatlantische Zinsdifferenz oder das unterschiedliche Wirtschaftswachstum. Interessant ist nicht ihre absolute Höhe, sondern die veränderten Erwartungen bezüglich ihrer Entwicklung. Nachdem 2018 das positive Überraschungsmoment bezüglich der beiden letztgenannten Faktoren klar in den USA lag, könnte es 2019 enger werden. Zwar ist nicht zu erwarten, dass die Europäische Zentralbank schneller als bisher angekündigt die Zügel anzieht, dafür aber, dass die US-Notenbank Fed früher als gedacht pausiert. Nun ist die Erwartung ohnehin bereits rückläufig – eingepreist ist gerade mal noch ein Zinsschritt 2019 – doch ist dieser Erwartungswert volatil. Beim Thema Wachstum ist die Tendenz der Revisionen auf beiden Kontinenten eher nach unten denn nach oben.

    Die großen Währungspaare sind relativ stabil

    Gemessen an anderen Vermögensklassen oder der eigenen Historie war es auf dem Devisenmarkt zuletzt eher ruhig.

    Quellen: Bloomberg Finance L.P., DWS Investment GmbH; Stand: 06.12.2018

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