Eins geht noch

Die Luft wird dünner an den Märkten. Doch Bärenmärkte ohne Rezession und Rezessionen ohne vorige Überhitzung sind selten.

Wer die Nerven behalten und die jüngste Korrektur für Käufe genutzt hat, liegt jetzt schon wieder vorne. So wie jeder, der Marktschwächen in dieser neun Jahre alten Aktienrally zum Einstieg genutzt hat, meist binnen weniger Monate wieder vorne lag. Doch wie oft wird einem diese Rally noch die Chance bieten, sich im Nachhinein auf die Schulter zu klopfen, wenn man die Nerven mal wieder behalten hat? Wann wird aus Nervenstärke Hybris? Wann wird man sich ärgern, den letzten paar Prozenten nachgejagt zu sein, statt Gewinn und Vermögen abzusichern?

Unsere Antwort heißt: Ein Jahr geht noch. Genauer gesagt: Von der globalen Wirtschaft erwarten wir, dass sie sogar noch zwei Jahre mit dem gleichen Schwung wie 2017 wachsen wird – also mit 3,9 Prozent. Bei den Kapitalmärkten rechnen wir mit mindestens noch einem guten Jahr. Denn einen Bärenmarkt hat es in den vergangenen 50 Jahren nur einmal außerhalb einer Rezession gegeben, 1987. Die synchron wachsende Weltwirtschaft dürfte vor allem den Aktienmärkten weiterhin als Sicherheitsnetz dienen. Allerdings könnte ein drei Jahre gleichbleibendes Wachstum zu gewissen Ermüdungserscheinungen an den Börsen führen, die nach Beschleunigung und Überraschung gieren. Entsprechend sind unsere Ertragserwartungen für 2018 nicht sehr ambitioniert.

So langweilig wie das klingt dürften sich die Märkte jedoch nicht entwickeln. Wir gehen aus folgenden vier Gründen von ruppigeren Märkten aus: Erstens rechnen wir damit, dass die vier großen Zentralbanken in der zweiten Jahreshälfte erstmals seit langem in Summe ihre Bilanzsumme zurückfahren werden. Zweitens sorgen sich die Anleger erstmals nicht um zu wenig, sondern um zu viel Wachstum. Drittens könnten die aggressiven protektionistischen Töne aus dem Weißen Haus zu einem "Unfall" in der Welthandelspolitik führen. Und viertens trifft all dies auf Aktien-, Anleihe- und Immobilienbewertungen zu, die sich am oberen Ende der historischen Spanne bewegen.

Sollte jegliches Risikoszenario ausbleiben, dürften Anleger vor allem darauf achten, ob, wann und wie stark sich die US-Wirtschaftsdynamik in steigendem Inflationsdruck niederschlagen wird. Und sollten die US-Zinsen bis zum Ende dieses Zyklus nur noch leicht steigen, wovon wir ausgehen, dürften uns die Märkte gewogen bleiben.

"Eine nachhaltige Marktkorrektur in so einem starken Wirtschaftsumfeld käme sehr überraschend."

Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer

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